Was ist die "Berechnungsgrundlage der Abwesenheiten" und wie stelle ich sie ein?
In diesem Artikel erklären wir dir die verschiedenen Berechnungsgrundlagen der Abwesenheiten in den Arbeitsplänen.
In den Experteneinstellungen der Arbeitspläne findest du unter dem Punkt "Arbeitsregelung" die "Berechnungsgrundlage der Abwesenheiten":

Dort kannst du festlegen, wie Abwesenheiten (wie bspw. Krankmeldungen oder Urlaubstage) verrechnet werden sollen.
Dir stehen, je nach Arbeitsplan, vier verschiedene Berechnungsmethoden zur Verfügung:

4. Durchschnittliche Ist-Stunden der letzten 3 Monate
Beispiel: Teilzeitkraft mit flexibler Arbeitsverteilung
Um die Unterschiede der Berechnungsarten zu verdeutlichen, nehmen wir folgendes Beispiel:
Herr Müller arbeitet in Teilzeit und hat laut Arbeitsplan eine geplante Mindestarbeitszeit von 25 Stunden pro Woche, verteilt auf fünf Werktage. Allerdings arbeitet er nicht an jedem Tag die gleiche Anzahl an Stunden. Sein geplanter Wochenarbeitsplan sieht folgendermaßen aus:
| Wochentag | Geplante Arbeitszeit |
| Montag | 3 Stunden |
| Dienstag | 5 Stunden |
| Mittwoch | 6 Stunden |
| Donnerstag | 4 Stunden |
| Freitag | 7 Stunden |
Herr Müller reicht nun eine Krankschreibung für Montag ein. Jetzt kommen wir zur Berechnungsgrundlage:
👉 1. Tagesbasierte Sollstunden
Es werden die Stunden angerechnet, die im Arbeitsplan für den jeweiligen Tag hinterlegt sind.
Da Herr Müller am Montag für 3 Stunden eingeplant war, werden genau diese 3 Stunden für die Abwesenheit berücksichtigt.
👉 2. Wochenbasierte Sollstunden
Hier wird die Wochenarbeitszeit auf die Anzahl der geplanten Arbeitstage verteilt.
In diesem Fall beträgt die Wochenarbeitszeit 25 Stunden, verteilt auf 5 Tage. Das ergibt einen Durchschnittswert von 5 Stunden pro Tag.
Hinweis: Die Verteilung passt sich dynamisch an! Arbeitet Herr Müller nicht an 5 Werktagen, sondern nur an 4, wird die geplante Mindestarbeitszeit für diese Woche durch 4 geteilt. Das gleiche Prinzip gilt natürlich auch dann, wenn Herr Müller an 6 oder sogar 7 Tagen pro Woche arbeitet.
👉 3. Eigener Wert
Du gibst manuell an, wie viele Stunden bei einer Abwesenheit angerechnet werden sollen
Für Herrn Müller könnten beispielsweise 4 oder 6 Stunden für den Montag angesetzt werden – je nach individueller Regelung.
👉 4. Durchschnitt der letzten 3 Kalendermonate
Wie wird gerechnet?
Das System schaut sich deine letzten 3 komplett abgeschlossenen Kalendermonate an. Es zählt alle Stunden zusammen, die du in dieser Zeit wirklich gearbeitet hast (IST-Stunden), und teilt sie durch die Anzahl der Tage.
Wichtig: Arbeitest du noch keine 3 vollen Monate im Betrieb? Kein Problem. In diesem Fall nutzt das System einfach den Durchschnitt der Zeit seit deinem ersten Arbeitstag.
Ein einfaches Beispiel:
Stellen wir uns vor, dein Kollege Markus hat in den letzten 3 Monaten (insgesamt 12 Wochen) sehr unterschiedlich gearbeitet:
-
In den ersten 9 Wochen: Markus arbeitet immer mittwochs (7 Std.) und donnerstags (5 Std.). Das sind 12 Stunden pro Woche.
-
In den letzten 3 Wochen: Er verteilt seine 12 Stunden anders und arbeitet mittwochs (7 Std.), donnerstags (3 Std.) und freitags (2 Std.).
Obwohl er mal an 2 Tagen und mal an 3 Tagen da war, bleibt seine Wochenarbeitszeit gleich. Das System rechnet nun alle Stunden zusammen und ermittelt den Durchschnittswert pro Tag. (Die Berechnung wäre: (7+5) / 2Tage=6 Stunden für 9 Wochen und (7+3+2)/ 3Tage= 4 Stunden für 3 Wochen → ((6x9)+(4*3)) / 12 Wochen= 5,5 Stunden)
In diesem Fall würde Markus für einen Feiertag genau den Wert vergütet bekommen, der seinem statistischen Arbeitstag entspricht (im Beispiel oben wären das 5,5 Stunden).
Was zählt als "Arbeitszeit"?
Für eine korrekte und faire Berechnung ist wichtig, welche Stunden in den Topf fließen:
-
✅ Berücksichtigt werden: Nur deine echt geleisteten Arbeitsstunden (IST-Stunden).
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❌ Nicht berücksichtigt werden: Zeiten, in denen du bereits im Urlaub oder krank warst.
Tipp für die Einrichtung: Prüfe bei unregelmäßigen Kräften regelmäßig, ob die hinterlegten Arbeitstage im Profil noch zur Realität passen, damit die Verteilung der Stunden auf die Wochentage logisch bleibt!
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