Was sind die Experteneinstellungen der Arbeitspläne?

In den Arbeitsplänen gibt es sogenannte Experteneinstellungen. In diesem Artikel erklären wir dir alles, was du darüber wissen musst!

Wie du Arbeitspläne anlegst, erklären wir dir in diesem Artikel.

Hier möchten wir dir erklären, was sich hinter den Experteneinstellungen verbirgt. Also Schritt für Schritt:

Du findest die Experteneinstellungen, wenn du einen Arbeitsplan auswählst. In diesem Arbeitsplan findest du unter der Pausenregelung die Experteneinstellungen.

Die erste Experteneinstellung ist die Nachtzeit. Mit der Nachtzeit kannst du definieren, wann für bestimmte Mitarbeiter die Nachtzeit gelten soll.
Die nach dem Arbeitsgesetz standardisierte Nachtzeit beginnt um 23:00 Uhr abends und endet um 06:00 Uhr morgens. Allerdings kannst du die Zeiten natürlich nach deinen Vorlieben frei definieren. 
Arbeitet zur Nachtzeit ein Mitarbeiter, für den diese Zeiten gelten, bekommt er den Nachtzuschlag. 
In dieser Grafik zeigen wir dir nochmal visuell, wie du die Nachtzeit ganz einfach einstellen kannst:

clockin Nachtzeit einstellen


Die zweite Experteneinstellung ist die Wochenendzeit. Mit der Wochenendzeit kannst du definieren, von wann bis wann für bestimmte Mitarbeiter die Wochenendzeit gelten soll. Das ist wichtig für die Stundenabrechnung.
Du kannst beispielsweise einstellen, dass die Wochenendzeit von Freitagabend um 18:00 Uhr bis Montagmorgen um 08:00 Uhr gelten soll. Arbeitet einer der Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt, bekommt er einen Wochenendzuschlag. 
Hier zeigen wir dir, wie du die Wochenendzeit definieren kannst:

clockin Wochendendzeit einstellen

Als dritte Experteneinstellung findest du die Feiertagszeit. Hier kannst du bezogen auf die Lohnabrechnung einstellen, von wann bis wann ein Feiertag andauern soll. Ein kleines Beispiel: Der Karfreitag ist in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag und gleichzeitig, wie jeder andere Tag auch, 24 Stunden lang. Du kannst allerdings einstellen, dass der Karfreitag für die Lohnabrechnung bereits am Gründonnerstag um 20:00 Uhr beginnt und am darauffolgenden Samstag um 08:00 Uhr endet. 
Arbeitet ein Mitarbeiter beispielsweise am Gründonnerstag bis 22:00 Uhr, bekommt er für die zwei Stunden von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr den Feiertagszuschlag.
Auch hier haben wir wieder einen kurzen Clip für dich, in dem wir dir zeigen, wie man die Feiertagszeit definiert.

clockin Feiertagszeit einstellen


Nun kommen wir auch schon zur letzten Experteneinstellung. Die unterscheidet sich etwas, je nachdem, ob du bei dem Arbeitsplan eine tägliche oder monatliche Arbeitszeit definiert hast. Wir beginnen mit der täglichen Arbeitszeit: Hier lautet die Experteneinstellung 
Berechnungsrundlage der Abwesenheiten. Du kannst in clockin drei verschiedene Berechnungsrundlagen auswählen: tagesbasierte Sollstunden, wochenbasierte Sollstunden und einen eigenen Wert. 

Erst mal aber zum grundlegenden Verständnis, was die Berechnungsgrundlage für Abwesenheiten genau ist. Dafür möchten wir dir ein kleines Beispiel geben:
Tobias arbeitet bei einem Handwerksbetrieb 25 Stunden pro Woche. Allerdings arbeitet er nicht jeden Tag 5 Stunden. Seine Stundenaufschlüsselung der Wochen findest du in der folgenden Tabelle.

Montag 3 Stunden
Dienstag 5 Stunden
Mittwoch 4 Stunden
Donnerstag 7 Stunden
Freitag 6 Stunden

Wenn Tobias sich nun für Montag krankmeldet, wie viele Stunden werden ihm nun gutgeschrieben? Zur Beantwortung dieser Frage gibt es mehrere Ansätze. Und genau darum geht es bei der Berechnungsgrundlage der Abwesenheiten. 

  1. Tagesbasierte Sollstunden

    Hast die tagesbasierten Sollstunden aktiviert, werden Tobias für seine Abwesenheit 3 Arbeitsstunden angerechnet.
  2. Wochenbasierte Sollstunden

    Hast du die wochenbasierten Sollstunden aktiviert, werden Tobias für seine Abwesenheit 5 Arbeitsstunden angerechnet. Wieso? 

    Tobias arbeitet pro Woche 25 Stunden, verteilt auf 5 Tage. Für diese Berechnungsgrundlage werden die Wochenstunden durch die Arbeitstage geteilt. 25 geteilt durch 5 = 5. 

    Achtung, jetzt kann es kurz etwas komplexer werden: Wie wir dir ja vorher schon gezeigt haben, kannst du für deine Mitarbeiter auch die Wochenendzeit definieren. Das kann sich unter Umständen auf die wochenbasierten Sollstunden auswirken. 

    Zur Erklärung nehmen wir wieder Tobias. Tobias arbeitet weiterhin 25 Stunden pro Woche, allerdings diesmal an 4 Werktagen. Hast du eingestellt, dass sein Wochenende am Freitag um 18:00 Uhr beginnt, werden die 25 Stunden weiterhin durch 5 statt 4 geteilt. Denn theoretisch hat er ja noch kein Wochenende. 

    Stellst du aber ein, dass sein Wochenende ab Freitag um 03:00 Uhr gilt, werden die 25 Stunden durch 4 geteilt. Denn dann gilt der komplette Freitag für Tobias als Wochenendtag und wird bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

  3. Eigener Wert

    Bei dem eigenen Wert kannst du frei definieren, wie viele Arbeitsstunden Tobias angerechnet bekommen würde.


Zu guter Letzt schauen wir uns noch die letzte Experteneinstellung der monatlichen Arbeitszeit an: die berechnete Zeit pro Abwesenheit. Hier gibt es nicht 3 Möglichkeiten, sondern nur eine.

Diese eine Möglichkeit deckt sich mit dem Eintragen des eigenen Wertes bei der wöchentlichen Arbeitszeit. Allerdings kannst du hier als eigenen Wert beispielsweise natürlich auch die Berechnungsgrundlage der wochenbasierten Sollstunden nutzen. Nur insofern, als dass du die Werte auf einen Monat hochrechnest. 

Wir hoffen, dass dieser Artikel all deine Fragen klären konnte! Wenn du wissen möchtest, wie du Arbeitspläne Mitarbeitern zuordnen kannst, dann schau gerne in diesem Artikel vorbei.